Freitag, 12. Juli 2013
Dienstag, 25. Juni 2013
Sicherheit im und am Wasser

Schutz vor dem Ertrinken
Ertrinken ist einer der häufigsten Gründe für den Tod von Kindern unter 14 Jahren. Ein Großteil dieser Kinder ist nicht einmal 4 Jahre alt. Meist werden den Kindern Pfützen, Regentonnen, Gartenteiche, Swimmingpools, Planschbecken und Badewannen zum Verhängnis.Viele Eltern denken, dass sie es hören würden, wenn Ihr Kind ins Wasser fällt. Auch glauben Sie, dass Kinder noch einmal an die Wasseroberfläche gelangen und sich bemerkbar machen können. Diese Annahmen sind falsch!
Der unverhältnismäßig schwere Kopf, die ungeübte Muskulatur und die Orientierungslosigkeit im Wasser, verhindern dies. Das Kind sinkt sofort bis zum Grund und das Einzige was Sie evtl. hören, ist ein leises „Platsch“ wenn das Kind ins Wasser fällt.
Lassen Sie Ihr Kind also nie aus den Augen wenn Wasser in der Nähe ist.
Praktizieren Sie außerdem diese Regeln, um das Ertrinken Ihres Kindes zu vermeiden.
Sicherheit am Pool
- Zwischen 4 und 8 Jahren einen qualifizierten Schwimmunterricht besuchen.
- Sichern Sie Ihren Pool oder Gartenteich durch einen ausreichend hohen Zaun mit einer selbstschließenden Tür.
- Benutzen Sie eine feste Abdeckung wenn der Pool unbenutzt ist. Bei einer weichen Abdeckung würde Ihr Kind darunter gelangen, wenn es versuchen sollte, darauf zu laufen.
- Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind am Pool rutschfeste Schuhe und eine Schwimmweste/Schwimmhilfe trägt, die Sicherheit bietet (z.B. SWIMY von Grabner).
- Entfernen Sie nach dem Baden Spielsachen oder Luftmatratzen aus dem Pool – Ihr Kind könnte sonst versuchen danach zu greifen und dabei ins Wasser fallen.
- Entfernen Sie Spielsachen oder Hindernisse am Poolrand, Ihr Kind könnte sonst darüber stolpern oder ausrutschen.
- Verbieten Sie Ihrem Kind, andere am Pool zu schubsen, dort zu rennen oder zu toben.
- Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt schwimmen und stellen Sie sicher, dass Ihre Familie weiß, was im Notfall zu tun ist: Wen sie anrufen müssen und wo Rettungshilfen zu finden sind.
- Wenn Sie Ihr Kind vermissen, sehen Sie immer zuerst im Wasser nach!
- Sicherheit am Strand
- Behalten Sie Ihr Kind die ganze Zeit im Blick – egal wie gut es schwimmen kann – selbst wenn es nur im seichten Wasser spielt. Anders als beim Pool, können sich die Umstände am Meer jeden Moment ändern.
- Achten Sie darauf dass Ihr Kind im Schwimmbereich bleibt und sich von Sprungbrettern, Bootsanlegern usw. fern hält.
- Überprüfen Sie die Brandung täglich selbst und sprechen Sie mit der Strandaufsicht über Veränderungen der Strömung, der Brandung oder des Wetters.
- Lassen Sie Ihr Kind nicht allein mit Luftmatratzen oder anderen luftgefüllten Dingen schwimmen, wenn es kein guter und sicherer Schwimmer ist. Sie bieten keine Sicherheit gegen Ertrinken!
Sicherheit im Garten Planschbecken
- Leeren Sie Planschbecken jeden Abend. Dies verhindert, dass versehentlich Kinder (z.B. aus der Nachbarschaft) in Ihrem Planschbecken ertrinken.
- Sichern Sie unbeaufsichtigte Gartenpools (Minipools) gegen Ertrinken durch Nachbarkinder, z.B. entfernen Sie die Einstiegsleiter, verschließen die Gartentür, ...
- Bedenken Sie, dass ein Kind immer gefährdet ist, im Pool oder sogar in der Badewanne zu ertrinken – selbst wenn es Schwimmflügel oder –weste trägt. Lassen Sie es daher nicht eine Minute allein oder aus den Augen und drehen Sie ihm nie den Rücken zu. Lassen Sie sich nicht ablenken: Lassen Sie das Telefon klingeln, gehen Sie nicht an die läutende Tür und drehen Sie nicht mal den Kopf dorthin, solange Ihr Kind im oder am Wasser ist.
Dienstag, 18. Juni 2013
10.06.2013 | 18:45 Uhr
Nicht nur während der Schwimm-Stadtmeisterschaft im Südbad geht es eng zu, wenn mehrere Grundschulen vor Ort sind.Foto: Oliver T. Mueller
Mülheim. Ein ganz normaler Vormittag im Südbad bahnt sich an, wenn die sechs bis zehn Jahre alten Grundschüler aus den Klassen eins bis vier aufschlagen. Kreischend freuen sich die Kleinen auf das feucht- fröhliche Vergnügen. Dass jedoch keiner im Nichtschwimmerbecken untergehen kann, liegt nicht nur an der geringen Wassertiefe im Pool, sondern auch an der Menge der Nichtschwimmer, die gleichzeitig das „Babybecken“ stürmen.
Grundschulleiterin Ulrike Kordel von der Martin-von-Tours-Schule mahnt scherzend an: „Manchmal ist das Nichtschwimmerbecken wegen Überfüllung geschlossen.“ Mit dieser Aussage liegt sie im Konsens ihrer Schulleiterkollegen, denn von den 21 von der WAZ befragten Leitern der Mülheimer Grundschulen kritisierte ein Drittel die Kapazität des Nichtschwimmerbeckens - sie alle schicken ihre Schüler in das Südbad zum Schwimmenlernen . Dies sei nicht generell ein Problem, sondern nur „wenn mehrere Grundschulklassen anwesend sind“, fasst Michael Kroker von der Schule am Saarnberg zusammen.
Zu wenige Sportlehrer
Das Hauptproblem mit dem Schwimmunterricht an Mülheimer Grundschulen sind nicht vorrangig die zu knapp bemessenen Schwimmzeiten, die nur sechs der 21 Schulleiter zu bemängeln haben. Oftmals kommen mehrere Komponenten zusammen.
Ergebnisse der Umfrage
71,2 Prozent aller befragten Grundschulleiter sind mit den zugeteilten Schwimmzeiten für ihre Klassen zufrieden. Zudem glauben 19,1 Prozent, dass das Problem der Lehrermangel sei und nicht die Schwimmzeiten.
Alle Schulleiter, die mit der Größe und Kapazität der Nichtschwimmerbeckens unzufrieden sind, schicken ihre Grundschüler in das Hallenbad Süd. Von den Nutzern des Hallenbad Nord, sowie des Friedrich-Wennmann-Bades gab es keinerlei Beschwerden dieser Art.
Nur an zwei der 21 befragten Schulen wird in allen vier Jahrgangsstufen Schwimmen unterrichtet: an der Gemeinschaftsgrundschule Styrum und an der Martin-von-Tours-Schule.
Barbara van Lith von der Katharinenschule hätte zwar auch gerne mehr Schwimmzeiten für ihre Schüler, stellt aber resignierend fest: „Selbst wenn wir mehr Schwimmzeiten bekommen würden, würde es an den Lehrkräften scheitern, da wir einfach zu wenig Sportlehrer haben.“ Es mangelt vor allem an einem: Schwimmbädern.
Fachkundiges Personal durch Stadt-Initiative
Drei Hallenbäder für ganz Mülheim sind sehr knapp bemessen, um alle schwimmwilligen Kinder zu unterrichten.
Die Stadt hilft auf andere Weise mit, um den Schwimmunterricht zu fördern und möglichst vielen Kindern das Schwimmen beizubringen. Der Mülheimer Wohnungsbau (MWB) schloss sich 2007 mit dem Sportservice und der AOK zusammen, um mit der Initiative „Quietschfidel - ab jetzt für immer: Schwimmer“ den Grundschulen unter die Arme zu greifen. Ein Programm, das bei den Schulleitern gut ankommt. So sagt Gabriele Ripholz von der Barbaraschule: „Wie viele andere Schulen, bekommen wir vom MWB fachkundiges Personal gestellt. Das haben wir auch bitter nötig, denn die Bademeister sind während des Unterrichtes nicht für uns zuständig.“
Sollte es mal nicht ausreichend geklappt haben, so können Eltern ihre Kinder in eines der städtischen Ferienschwimmcamps schicken.
Marc Friedrich
Eine Schande
Eine Doppelstunde Schwimmen.
So steht es zumindest im Stundenplan. Luis schultert seine Tasche und steigt in den Bus.
Der Neunjährige macht sich mit seiner Klasse auf den Weg zum Schwimmunterricht.
Nach An- und Abreise, umziehen und duschen bleiben ihm 50 Minuten im Wasser – immerhin.
Viele Schulen in NRW fahren deutlich länger zur Schwimmhalle und haben deshalb noch weniger Zeit, den Kindern das Schwimmen beizubringen. Wenn sie überhaupt Beckenzeiten bekommen.
Seit dem tragischen Unfall eines 13-jährigen Nichtschwimmers in Duisburg, der im Rhein ertrank, drängt sich vielen Menschen wieder ins Bewusstsein, wie wichtig es ist, Kindern Schwimmen beizubringen – wobei die Polizei betont, dass auch ein geübter Schwimmer in der Strömung wohl keine Chance gehabt hätte.
Die Zahlen für Deutschland sind nichtsdestotrotz erschreckend. 45 Prozent der Viertklässler schwimmen nicht sicher; knapp ein Viertel hat nicht einmal das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“, wie das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) von 2010 nahelegt.Und das spiegelt sich auch beim Schwimmunterricht der dritten Klasse aus Neukirchen-Vluyn wider: Während einige Schüler sicher ihre Bahnen ziehen, planschen andere im Nichtschwimmerbereich. Luis übt Hechtsprünge, taucht nach Ringen, krault vor- und rückwärts; einige Mitschüler hopsen im flachen Wasser auf und ab oder spielen Wasserball.„Wir werden in drei Gruppen aufgeteilt. Nämlich in Nichtschwimmer, Schwimmer und gute Schwimmer“, sagt Luis und wischt sich das Wasser aus dem Gesicht. Die Lehrer versuchen, so gut es geht und so vielen Kindern wie möglich Basisbewegungen zu vermitteln. Bäuchlings auf dem Hallenboden, in kreisförmigen Bewegungen die Luft wegdrücken. Einmal in der Woche und das in weniger als einer Stunde.Zwei Jahre WartezeitLuis konnte schon schwimmen, bevor er eingeschult wurde. Seine Eltern haben es ihm beigebracht. Wer sich aber am Ende der Grundschule nicht sicher im Becken bewegen kann, der werde auf der weiterführenden Schule große Probleme haben, weiß Peter Ohms, Sportlehrer an einem Moerser Gymnasium: „Es gibt immer weniger Lehrbecken und qualifizierte Kollegen, um den Kindern das Schwimmen beizubringen. Schwimmunterricht hat überhaupt keinen Stellenwert mehr“, so Ohms.Und das liegt nicht nur am langen Anfahrtsweg. Die Städte Oberhausen, Duisburg, Dorsten und Mülheim bestätigen, dass in den vergangenen Jahren Bäder geschlossen wurden. Darunter hat auch der DLRG-NRW in Düsseldorf zu leiden. Der Verband bekommt ebenfalls nicht immer viele Beckenzeiten, schon jetzt müsse man auf einen Platz in einem Anfänger-Schwimmkurs bis zu zwei Jahre warten, heißt es.Von all diesen Problemen weiß auch Rüdiger Helmich, Vorsitzender des Stadtsportbundes Emmerich – aber das gilt nicht für „seine“ Stadt. Nach Helmichs Angaben hat eine Erhebung in örtlichen Schulen ergeben, dass dort nur 2,6 Prozent der Schüler nicht schwimmen können. „Wegen persönlichem Engagement und gezielten Aktionen“, so Helmich. Ein Spaßbad, Schwimmvereine, eine DLRG-Ortsgruppe, Schulleiter „ohne Angst vor Wasser“ – und nicht zuletzt die Aktion „Spaß im Bad“, an der alle Schulen – einmal pro Jahr – teilnehmen, tragen dazu bei.Ein Jahr muss Luis nicht mehr warten, bis er wieder ins Wasser hüpft. Für ihn geht es Montag wieder zum Schwimmen. Wenn kein Lehrer krank ist und der Verkehr fließt, bleiben den Schülern erneut 50 Minuten. Vielleicht schafft es dann ja der ein oder andere vom Spiel- ins Schwimmerbecken.
Sinan Sat und Arne Schleef
SOS! Viel zu wenig Seepferdchen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/region/sos-viel-zu-wenig-seepferdchen-id8055666.html#226996707
Ouelle: www.derwesten.de 11.06.2013
Dienstag, 16. Juni 2009
Ab etwa vier Jahren sollten Kinder mit dem Schwimmenlernen beginnen
Ab etwa vier Jahren sollten Kinder mit dem Schwimmenlernen beginnen
Beim Schwimmen üben Kinder nicht nur Geschicklichkeit und Ausdauer, es bedeutet auch ein großes Stück an Sicherheit, wenn Ihr Kind in tiefem Wasser ohne Angst frei schwimmen kann.Experten wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft empfehlen, dass Kinder ab dem Alter von etwa vier Jahren damit beginnen sollten, schwimmen zu lernen. In vielen Orten werden hierzu spezielle Kinderschwimmkurse angeboten.
Doch bereits vor diesem Alter kann Ihr Kind in speziellen Wassergewöhnungskursen für Kleinkinder spielerisch mit lebensrettenden Verhaltensweisen vertraut gemacht werden.
Sicherheit im und am Wasser
Sicherheit im und am Wasser

Schutz vor dem Ertrinken
Ertrinken ist einer der häufigsten Gründe für den Tod von Kindern unter 14 Jahren. Ein Großteil dieser Kinder ist nicht einmal 4 Jahre alt. Meist werden den Kindern Pfützen, Regentonnen, Gartenteiche, Swimmingpools, Planschbecken und Badewannen zum Verhängnis.
Viele Eltern denken, dass sie es hören würden, wenn Ihr Kind ins Wasser fällt. Auch glauben Sie, dass Kinder noch einmal an die Wasseroberfläche gelangen und sich bemerkbar machen können. Diese Annahmen sind falsch!
Der unverhältnismäßig schwere Kopf, die ungeübte Muskulatur und die Orientierungslosigkeit im Wasser, verhindern dies. Das Kind sinkt sofort bis zum Grund und das Einzige was Sie evtl. hören, ist ein leises „Platsch“ wenn das Kind ins Wasser fällt.
Lassen Sie Ihr Kind also nie aus den Augen wenn Wasser in der Nähe ist.
Praktizieren Sie außerdem diese Regeln, um das Ertrinken Ihres Kindes zu vermeiden.
Sicherheit am Pool
- Zwischen 4 und 8 Jahren einen qualifizierten Schwimmunterricht besuchen.
- Sichern Sie Ihren Pool oder Gartenteich durch einen ausreichend hohen Zaun mit einer selbstschließenden Tür.
- Benutzen Sie eine feste Abdeckung wenn der Pool unbenutzt ist. Bei einer weichen Abdeckung würde Ihr Kind darunter gelangen, wenn es versuchen sollte, darauf zu laufen.
- Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind am Pool rutschfeste Schuhe und eine Schwimmweste/Schwimmhilfe trägt, die Sicherheit bietet
- Entfernen Sie nach dem Baden Spielsachen oder Luftmatratzen aus dem Pool – Ihr Kind könnte sonst versuchen danach zu greifen und dabei ins Wasser fallen.
- Entfernen Sie Spielsachen oder Hindernisse am Poolrand, Ihr Kind könnte sonst darüber stolpern oder ausrutschen.
- Verbieten Sie Ihrem Kind, andere am Pool zu schubsen, dort zu rennen oder zu toben.
- Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt schwimmen und stellen Sie sicher, dass Ihre Familie weiß, was im Notfall zu tun ist: Wen sie anrufen müssen und wo Rettungshilfen zu finden sind.
- Wenn Sie Ihr Kind vermissen, sehen Sie immer zuerst im Wasser nach!
Sicherheit am Strand
- Behalten Sie Ihr Kind die ganze Zeit im Blick – egal wie gut es schwimmen kann – selbst wenn es nur im seichten Wasser spielt. Anders als beim Pool, können sich die Umstände am Meer jeden Moment ändern.
- Achten Sie darauf dass Ihr Kind im Schwimmbereich bleibt und sich von Sprungbrettern, Bootsanlegern usw. fern hält.
- Überprüfen Sie die Brandung täglich selbst und sprechen Sie mit der Strandaufsicht über Veränderungen der Strömung, der Brandung oder des Wetters.
- Lassen Sie Ihr Kind nicht allein mit Luftmatratzen oder anderen luftgefüllten Dingen schwimmen, wenn es kein guter und sicherer Schwimmer ist. Sie bieten keine Sicherheit gegen Ertrinken!
Sicherheit im Garten Planschbecken
- Leeren Sie Planschbecken jeden Abend. Dies verhindert, dass versehentlich Kinder (z.B. aus der Nachbarschaft) in Ihrem Planschbecken ertrinken.
- Sichern Sie unbeaufsichtigte Gartenpools (Minipools) gegen Ertrinken durch Nachbarkinder, z.B. entfernen Sie die Einstiegsleiter, verschließen die Gartentür, ...
- Bedenken Sie, dass ein Kind immer gefährdet ist, im Pool oder sogar in der Badewanne zu ertrinken – selbst wenn es Schwimmflügel oder –weste trägt. Lassen Sie es daher nicht eine Minute allein oder aus den Augen und drehen Sie ihm nie den Rücken zu. Lassen Sie sich nicht ablenken: Lassen Sie das Telefon klingeln, gehen Sie nicht an die läutende Tür und drehen Sie nicht mal den Kopf dorthin, solange Ihr Kind im oder am Wasser ist.



